Warum gerade in Kokos so häufig
Kokosfasern binden Kalzium- und Magnesium-Ionen über einen Kationenaustausch-Prozess an sich, bevor die Wurzel sie aufnehmen kann — besonders bei neuen, ungepufferten Kokosblöcken. Das führt dazu, dass selbst bei ausreichend gedüngtem Cal-Mag-Gehalt im Wasser ein Mangel an der Pflanze sichtbar wird.
Weitere Ursachen
Umkehrosmose- oder destilliertes Wasser enthält praktisch kein Kalzium und Magnesium, im Gegensatz zu normalem Leitungswasser. Wer auf RO-Wasser für einen stabilen EC-Startwert setzt, muss Cal-Mag aktiv zusetzen, statt sich auf Restmineralien im Wasser zu verlassen.
Symptome erkennen
Kleine, rostbraune bis gelbliche Flecken auf jungen, oberen Blättern, oft mit leicht verdrehten oder verkrüppelten neuen Blattspitzen. Im Unterschied zu klassischem Magnesiummangel (siehe Diagnose-Tabelle) betrifft Cal-Mag-Mangel bevorzugt neues, junges Wachstum statt älterer Blätter.
Behandlung
- Cal-Mag-Zusatzprodukt in niedriger Dosierung ins Gießwasser geben, laut Herstellerangabe meist 1–2 ml pro Liter.
- Bei Kokos-Substrat von Beginn an mitdüngen, statt erst auf Symptome zu warten.
- pH-Wert kontrollieren — auch ein zu niedriger pH kann die Kalzium-Aufnahme zusätzlich blockieren.
Vorbeugen statt behandeln
Wer in Kokos anbaut oder RO-Wasser nutzt, sollte Cal-Mag von der zweiten Vegi-Woche an routinemäßig in niedriger Dosis mitgeben, statt erst auf sichtbare Symptome zu reagieren.