Wie CO2 überhaupt wirkt
Pflanzen nutzen CO2 als Baustein für die Photosynthese. Die normale Umgebungsluft liegt bei rund 400–420 ppm CO2 — eine Anreicherung auf 1000–1500 ppm kann die Photosyntheserate theoretisch deutlich steigern, aber nur, wenn gleichzeitig genug Licht und Wärme vorhanden sind, um diesen zusätzlichen Kohlenstoff auch zu verarbeiten.
Der limitierende Faktor entscheidet
Nach dem Prinzip des Minimumfaktors bringt die Erhöhung von CO2 nichts, wenn Licht, Temperatur oder Nährstoffe bereits der Flaschenhals sind. Die meisten Hobby-Setups mit 200–300 W LED auf 80×80 cm sind lichtlimitiert, lange bevor CO2 überhaupt relevant würde.
Wann es sich lohnen kann
- PPFD liegt bereits konstant über 800–900 µmol/m²/s.
- Temperatur kann kontrolliert auf 28–30 °C angehoben werden (CO2-Anreicherung erlaubt höhere Optimaltemperaturen).
- Das Zelt ist wirklich dicht — in einem Zelt mit ständigem Luftaustausch verpufft zugeführtes CO2 sofort.
Praktischer Rat
Für die meisten Grower ist das Geld für eine bessere Lampe, einen zweiten Clip-Ventilator oder ein präzises Messgerät sinnvoller investiert als in eine CO2-Anlage. CO2 ist ein Werkzeug für die letzten 10–15 % Ertrag, nicht für den Einstieg.