Sämling (Tag 1–14)

22–26 °C, 65–70 % Luftfeuchte. Junge Sämlinge haben noch kein ausgeprägtes Wurzelsystem und verdunsten viel über die Blätter — hohe Luftfeuchte reduziert diesen Stress.

Vegetative Phase

22–28 °C, 55–65 % Luftfeuchte. In diesem Bereich läuft die Photosynthese effizient, ohne dass Schimmelrisiko besteht.

Blütephase

20–26 °C, schrittweise von 50 % zu Beginn auf 40 % oder weniger in den letzten 2–3 Wochen senken. Dichte Blüten speichern Feuchtigkeit im Inneren — hohe Luftfeuchte in dieser Phase ist der häufigste Auslöser für Knospenfäule (Botrytis).

Warum VPD am Ende wichtiger ist

VPD (Vapor Pressure Deficit) verbindet Temperatur und Luftfeuchte zu einem einzigen Wert, der beschreibt, wie stark die Pflanze tatsächlich transpiriert. Zwei Räume mit identischer Luftfeuchte, aber unterschiedlicher Temperatur, können völlig unterschiedlichen Pflanzenstress erzeugen — deshalb lohnt sich mittelfristig ein VPD-Rechner statt starrer Prozentwerte.

Praxistipp

  • Messgerät auf Blatthöhe platzieren, nicht am Zelteingang — dort ist es meist kühler und feuchter als am Wuchspunkt.
  • Werte morgens und abends vergleichen; große Schwankungen deuten auf ein Lüftungsproblem hin.