Warum Curing überhaupt nötig ist

Beim Trocknen wird nur die Oberflächenfeuchtigkeit entfernt — im Inneren der Blüte verteilt sich Restfeuchte beim Curing gleichmäßiger, während Chlorophyll und andere unerwünschte Verbindungen weiter abgebaut werden. Das Ergebnis: milderer, runderer Rauch statt scharfem Heu-Geschmack.

Gläser befüllen

Einweckgläser zu etwa drei Vierteln füllen, nicht randvoll pressen — die Blüten brauchen noch Luftraum im Glas. Ein Hygrometer-Deckel oder ein kleines Feuchtigkeitspäckchen im Glas zeigt die tatsächliche Glas-Luftfeuchte an, statt nach Gefühl zu urteilen.

Burping-Rhythmus

  • Tag 1–7: Gläser 2–3× täglich für 10–15 Minuten öffnen, um überschüssige Feuchtigkeit entweichen zu lassen.
  • Woche 2: Auf 1× täglich reduzieren.
  • Ab Woche 3: Nur noch alle paar Tage kurz öffnen, sofern die Glas-Feuchte stabil bei 58–62 % bleibt.

Feuchtigkeit korrigieren

Zeigt das Hygrometer im Glas dauerhaft über 65 %, die Gläser häufiger und länger öffnen oder die Blüten kurz zusätzlich antrocknen lassen. Liegt die Feuchte unter 55 %, hilft ein kleines Feuchtigkeits-Pad (z. B. 62 %-Boveda-Pack), um wieder aufzufeuchten, statt die Blüten zu trocken werden zu lassen.

Wie lange curen?

Ein spürbarer Unterschied zeigt sich meist schon nach 2 Wochen, ein deutlich rundes Ergebnis nach 4 Wochen. Manche Sorten profitieren auch von mehrmonatigem Curing — Geduld zahlt sich hier direkt im Geschmack aus.