Fehler 1: Zu schnell trocknen

Hohe Temperaturen oder direkter Ventilatorluftzug lassen die Blütenoberfläche austrocknen, während innen noch Feuchtigkeit eingeschlossen bleibt — das Ergebnis ist strohig-scharfer Rauch trotz „trocken wirkender" Optik. Langsames Trocknen über 10–14 Tage lässt Chlorophyll abbauen und verbessert Geschmack und Wirkung spürbar.

Fehler 2: Zu feucht oder zu warm trocknen

Über 65 % Luftfeuchte oder Temperaturen über 22 °C während der Trocknung begünstigen Schimmelbildung, besonders bei dicht hängenden, sich berührenden Blüten. Ausreichend Abstand zwischen den Zweigen beim Aufhängen einplanen.

Fehler 3: Direkter Ventilatorluftzug auf die Blüten

Ein Ventilator, der direkt auf die hängenden Blüten bläst statt nur die Raumluft umzuwälzen, trocknet die Außenschicht ungleichmäßig zu schnell. Der Ventilator sollte im Raum zirkulieren, ohne die Blüten selbst direkt anzublasen.

Fehler 4: Falscher Trockenzeitpunkt-Check

Statt nach Kalendertagen zu urteilen, den „Snap Test" nutzen: Ein dünner Zweig sollte beim Biegen hörbar knacken statt sich nur zu biegen. Knackt er, ist der Außenbereich trocken genug für den Übergang ins Curing-Glas.

Checkliste für den Trockenraum

  • 18–20 °C, 55–62 % Luftfeuchte, komplett dunkel
  • Blüten hängend, mit Abstand zueinander, nicht auf Gittern gestapelt
  • Thermo-/Hygrometer im Raum, nicht nur geschätzt
  • Kein direkter Luftzug auf die Blüten selbst