1. Zelt & Standort

Lichtdichtes Zelt mit reflektierender Innenfolie, auf ebenem Untergrund, mit Zugang zu einer Steckdose und idealerweise einem Wasseranschluss in der Nähe. Abstand zur Wand für die Abluftführung einplanen.

2. Abluft zuerst berechnen

Faustregel: Zeltvolumen (m³) × 40 = benötigte Luftleistung in m³/h, dann durch Aktivkohlefilter und Schlauchlänge nochmal 20–30 % Reserve einrechnen. Ein zu schwacher Rohrventilator lässt sich nachträglich kaum kompensieren, ein zu starker lässt sich per Reglerdrosseln.

3. Licht passend zur Fläche

Erst wenn die Abluft steht, das Licht wählen — die Lampenleistung bestimmt, wie viel Wärme die Abluft zusätzlich abführen muss. Für 80×80 cm reichen üblicherweise 150–250 W LED-Vollspektrum.

4. Umluft im Zelt

Mindestens ein Clip-Ventilator, der die Blätter leicht bewegt, ohne sie durchgehend zu peitschen. Bewegte Luft verhindert Mikroklimate mit hoher Luftfeuchte an Blattunterseiten — ein Hauptrisikofaktor für Schimmel.

5. Steuerung & Messung

  • Steckdosen-Timer für den Lichtzyklus — mechanisch reicht, digital ist präziser.
  • Thermo-/Hygrometer auf Pflanzenhöhe, nicht am Zelteingang.
  • pH- und EC-Messgerät, kalibriert, bevor die erste Pflanze einzieht.

6. Erst dann: Substrat & Pflanze

Wenn Klima, Licht und Abluft nachweislich stabil laufen (mindestens 24 h Testlauf ohne Pflanze), kommt das Substrat rein. So testest du das System, ohne eine Pflanze zu riskieren.