Spinnmilben

Feine, helle Punkte auf der Blattoberseite (Saugstellen), bei starkem Befall feine Gespinste zwischen den Blättern. Sie lieben trockene, warme Luft — konstante Luftfeuchte über 50 % erschwert ihre Vermehrung deutlich. Bekämpfung mit Raubmilben oder Neemöl-Sprühungen auf die Blattunterseite, früh und wiederholt.

Trauermücken

Kleine, schwarze Fliegen um das Substrat, deren Larven junge Wurzelhaare fressen. Meist ein Zeichen für dauerhaft zu feuchtes Substrat. Gelbtafeln fangen die erwachsenen Tiere ab, eine trockenere obere Substratschicht zwischen den Gießgängen unterbricht den Lebenszyklus der Larven.

Thripse

Silbrig-glänzende Schadstellen auf Blättern, oft mit kleinen dunklen Kotpunkten. Blaue Klebetafeln helfen bei der Früherkennung, da Thripse von der Farbe Blau stärker angezogen werden als von Gelb. Nützlinge wie Raubmilben oder Florfliegenlarven sind eine wirksame biologische Bekämpfung.

Grundregeln gegen alle drei

  • Neue Pflanzen oder Stecklinge 1–2 Wochen separat unter Beobachtung halten, bevor sie ins Haupt-Zelt kommen.
  • Blattunterseiten sind der erste Ort, an dem sich fast jeder Schädling zeigt — dort am gründlichsten kontrollieren.
  • Je früher erkannt, desto eher reichen milde, biologische Mittel statt aggressiver Chemie.

In der Blütephase besonders vorsichtig sein

Viele chemische Mittel dürfen in der Blüte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr eingesetzt werden. Wer früh in der Vegi konsequent kontrolliert und behandelt, vermeidet dieses Dilemma in der Blüte fast komplett.